„Wie oft sollte man die Wohnung putzen?" Die Antwort aus Hochglanz-Magazinen: jeden Tag 30 Minuten plus Samstag-Vormittag. Die Antwort aus der Realität: Das hängt davon ab, wie du lebst. Dieser Guide zeigt, was wirklich nötig ist und wo du dir Zeit sparen kannst. Weiter unten steht außerdem, in welcher Reihenfolge du Haus oder Wohnung putzt, damit du nichts zweimal machst.
Drei Faktoren bestimmen die Frequenz
- Haushaltsgröße: Singles weniger, Familien mit Kindern oder Haustieren mehr
- Wohnungstyp: Viel Teppich = öfter saugen; hohe Altbauwohnung = mehr Staub
- Persönlicher Standard: Wie sauber muss es sich ANFÜHLEN, damit du dich wohl fühlst?
Tägliche Mini-Routinen (5–10 Minuten)
Das hält die Wohnung 80 % sauber ohne großen Aufwand:
- Küche: Arbeitsfläche nach dem Kochen abwischen, Geschirr erledigen
- Bad: Waschbecken kurz abwischen, Zahnpasta-Reste weg
- Wohnzimmer: 3 Dinge wegräumen (Post, Kleidung, Geschirr)
- Betten machen (10 Sekunden-Version reicht)
Diese Routinen sind kein „Putzen", sondern Vorbeugung. Ohne sie verdreifacht sich der Wochenend-Aufwand.
Wöchentlich — die „ernsthafte" Runde (1–3 Stunden)
- Böden staubsaugen (alle Räume)
- Böden feucht wischen (Küche, Bad, ggf. Flur)
- Bad gründlich: WC, Dusche, Waschbecken, Spiegel
- Küche: Herd außen, Spüle entkalken, Kühlschrank außen
- Staub wischen (sichtbare Flächen)
- Müll raus
Das ist die klassische Einsatzzeit einer Putzfrau in Wien — 3 Stunden pro Woche (gebucht wird ab 3 Stunden). Wer wöchentlich putzen lässt, kommt mit den täglichen Mini-Routinen super klar.
Monatlich — die oft vergessenen Aufgaben
- Fenster innen wischen
- Heizkörper entstauben
- Lampen/Leuchten entstauben
- Oben auf Schränken entstauben
- Hinter Sofa und Bett saugen
- Abfluss-Siebe reinigen (Dusche, Spüle)
- Kühlschrank innen abwischen
- Mikrowelle innen säubern
Saisonal (2–4× pro Jahr)
- Frühjahr: Fenster außen, Teppich-Shampoo, Balkon, Kleiderschrank
- Sommer: Klimageräte-Filter, Fliegengitter, Terrassen-Möbel
- Herbst: Heizungsbereich, Winterkleidung tauschen, Fenster prüfen
- Weihnachten: Grundreinigung vor den Feiertagen, Silberputz, Festtags-Textilien
Siehe Frühjahrsputz in Wien. Eine saisonale Grundreinigung 1–2× im Jahr ersetzt viele dieser Punkte auf einmal.
Wie oft je nach Lebenssituation?
| Situation | Empfohlene Frequenz |
|---|---|
| Single, 40 m², viel unterwegs | Alle 14 Tage Haupt-Reinigung |
| Paar, 70 m², Home-Office | Wöchentlich |
| Familie mit Kleinkind | Wöchentlich + tägliche Mini-Runden |
| Haushalt mit Hund/Katze | Wöchentlich saugen + Zwischenrunden |
| Mehrfamilien-Wohnung, > 100 m² | 2× wöchentlich oder feste Putzfrau |
Haus oder Wohnung putzen: die richtige Reihenfolge
Putzt du kreuz und quer, wischst du den Boden am Ende zweimal, weil vom Regal noch Staub nachrieselt. Mit einer festen Reihenfolge passiert das nicht.
Die Grundregeln
- Erst aufräumen: Kleidung, Post und Geschirr kommen weg, bevor der erste Fetzen nass wird. Aufräumen und Putzen gleichzeitig kostet unnötig Zeit.
- Von oben nach unten: Zuerst Lampen, Oberkanten von Schränken und Regale, dann Tische, Fensterbretter und Heizkörper, der Boden kommt zum Schluss. Im Haus gilt das auch für die Stockwerke: oben anfangen, die Stiege von oben nach unten saugen, den Eingangsbereich als Letztes.
- Erst saugen, dann wischen: Zuerst Staub von den Flächen, dann saugen, dann den Boden feucht wischen. Wer mit dem Mopp über Krümel und Haare geht, schiebt sie nur herum.
- Von hinten zur Tür: Fang beim Wischen im hintersten Raum an und arbeite dich Richtung Wohnungs- oder Haustür vor, damit du nicht über nasse Flächen zurückgehen musst.
Raum für Raum oder Aufgabe für Aufgabe?
Beides geht, es hängt davon ab, wie deine Zeit aussieht. Aufgabe für Aufgabe heißt: erst in allen Räumen Staub wischen, dann überall saugen, dann dort feucht wischen, wo es diese Woche dran ist. Du holst den Staubsauger nur einmal heraus und wechselst nicht ständig das Werkzeug. Für die große Wochenrunde ist das meist schneller. Raum für Raum passt besser, wenn du oft unterbrochen wirst, etwa von kleinen Kindern, oder nur eine halbe Stunde Zeit hast. Dann ist wenigstens das Schlafzimmer fertig, auch wenn der Rest warten muss.
Bad und Küche: zuerst anfangen, zuletzt fertig machen
Kalk in der Dusche und Fett am Herd gehen mit Einwirkzeit leichter weg als mit Kraft. Sprüh deshalb Dusche, Waschbecken, WC und Herd gleich am Anfang ein und wisch in der Zwischenzeit Staub. Halt dich an die Einwirkzeit auf der Flasche und lass den Reiniger nicht antrocknen. Säurehaltiger Kalkreiniger gehört nicht auf Marmor oder anderen Naturstein, und chlorhaltigen WC-Reiniger verwendest du nie zusammen mit Kalkreiniger oder Essig. Danach machst du Bad und Küche fertig. Den Boden in Bad und WC wischst du am Schluss oder mit frischem Wasser, damit du das Wasser vom WC-Boden nicht durch die Wohnung trägst. Fürs WC nimmst du ein eigenes Tuch, das sonst nirgends hinkommt, für Waschbecken und Dusche ein zweites, beide in einer anderen Farbe als in der Küche.
Wie lange dauert das?
Das Auftragsformular auf hausfeen.at schlägt für eine Wohnungsreinigung etwa eine Stunde je 20 m² vor. Ist es stark verschmutzt, plan mehr Zeit ein. Putzt du jede Woche selbst und machst täglich die Mini-Routinen, kommst du für die normale Runde oft mit weniger aus.
| Fläche | Richtwert laut Auftragsformular |
|---|---|
| 60 m² | ca. 3 Stunden |
| 90 m² | ca. 4,5 Stunden |
| 150 m² (Haus oder großer Altbau) | ca. 7,5 Stunden |
Haustiere, viele Glasflächen oder Stuck im Altbau verlängern die Zeit. Putzt du 150 m² allein, verteil die Arbeit besser auf zwei Tage. Buchst du eine Hausfee für eine Wohnungsreinigung in Wien, gilt eine Mindestbuchung von 3 Stunden, für 60 m² passt das genau. Was größere Flächen und ein ganzes Haus kosten, steht im Ratgeber Hausreinigung Kosten Wien.
Was du brauchst
Für die normale Runde reichen ein Staubsauger mit Fugendüse, ein Wischmopp mit Kübel, mehrere Mikrofasertücher, ein Allzweckreiniger, ein Bad- oder Kalkreiniger und Handschuhe. Für Glas und Spiegel hilft ein Abzieher oder ein fusselfreies Tuch. Eine Hausfee arbeitet standardmäßig mit deinen Sachen. Soll sie Putzmittel und Tücher selbst mitbringen, kommen 3 € pro Stunde dazu, für Staubsauger und Mopp ebenfalls 3 € pro Stunde. Beides kreuzt du an, wenn du den Auftrag erstellst.
Was Profis anders machen
Ein paar Handgriffe aus dem Reinigungsgewerbe sparen Zeit. Stell alles, was du brauchst, in einen Kübel oder Korb und nimm ihn von Raum zu Raum mit, dann musst du nicht für jedes Mittel zum Abstellraum laufen. Arbeite dich im Raum einmal an den Wänden entlang und dann zur Mitte vor. Nimm Staub mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch auf statt mit dem Staubwedel, sonst wirbelt er hoch und liegt eine Stunde später wieder auf dem frisch gewischten Boden. Für Spiegel und Armaturen nimmst du zwei Tücher, eines feucht zum Putzen und eines trocken zum Nachpolieren, damit keine Streifen bleiben.
Wenn es zu viel wird — Hausfee holen
Ehrliche Wahrheit: Zwischen Job, Kindern, Hobbys und Schlaf bleibt oft keine Zeit für die wöchentliche Ernsthaft-Runde. Wenn du merkst, dass das Putzen zum Stressfaktor wird oder Streit auslöst, lohnt sich eine regelmäßige private Haushaltshilfe. Ab 120 €/Monat (3 Std. alle 2 Wochen zu 20 €/Std; gebucht wird ab 3 Stunden) bekommst du deine Freizeit zurück.
Auf hausfeen.at buchst du flexibel — wöchentlich, 14-tägig oder monatlich, kündbar wann du willst.
Häufige Fragen
Wie oft muss man das Bad wirklich putzen?
Reicht alle zwei Wochen putzen?
Muss ich Böden wirklich jede Woche wischen?
Wann ist eine Grundreinigung nötig?
Lohnt sich eine Putzfrau nur für die Grundreinigung?
In welcher Reihenfolge putzt man ein Haus oder eine Wohnung?
Wie lange dauert es, eine Wohnung zu putzen?
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