Stundenlohn als Putzfrau — wie viel kann ich verlangen?
„Was darf ich als Reinigungskraft eigentlich verlangen?" ist eine der schwierigsten Fragen im Einstieg. Zu wenig — du verdienst nichts. Zu viel — keine Aufträge. Dieser Ratgeber zeigt, wie du deinen Stundenlohn in Wien 2026 realistisch kalkulierst und wie du ihn über die Zeit erhöhst.
Der Markt 2026 in Wien
Richtwerte auf hausfeen.at:
- Einstieg (noch keine Bewertungen): 15–18 €/Std
- Nach 3–6 Monaten + positive Bewertungen: 19–22 €/Std
- Erfahren mit gutem Quality Score: 22–25 €/Std
- Spezialistinnen (Grundreinigung, Airbnb): 25–30 €/Std
- Premium (Langzeit-Stammkunden, eigene Premium-Produkte): bis 35 €/Std
So kalkulierst du deinen Mindestlohn
Was du NETTO verdienen möchtest, ist nur ein Bruchteil dessen, was du BRUTTO verlangen musst. Beispielrechnung für 25 Wochenstunden:
| Posten | Monat |
|---|---|
| Ziel-Netto-Einkommen | 1.800 € |
| Einkommensteuer (ca. 15 %) | 270 € |
| SVS (ca. 27 % des Gewinns) | 500 € |
| Betriebskosten (Versicherung, Fahrt, Material) | 200 € |
| Urlaubs-Puffer (4 Wochen/Jahr → 8 %) | 220 € |
| Benötigter Brutto-Umsatz | 2.990 € |
| Stunden pro Monat (25 × 4,33) | 108,3 Std |
| Mindest-Stundenlohn | 27,60 € |
Für 1.800 € netto brauchst du also realistisch rund 28 €/Std. Bei niedrigeren Ansprüchen (z. B. 1.200 € netto) reichen 20 €/Std. Wichtig: rechne MIT Urlaub und Krankheitstagen, sonst stehst du am Jahresende im Minus.
Deinen Wert kommunizieren
Deine Preise sind gerechtfertigt, wenn du klar machst, was die Kundin dafür bekommt:
- Zuverlässigkeit — kommst du wirklich immer?
- Erfahrung — wie viele Jahre?
- Qualität — arbeitest du gründlich, sind Stammkunden zufrieden?
- Sprache — gute Kommunikation spart Missverständnisse
- Extras — eigene hochwertige Reinigungsmittel, Spezial-Know-how
- Legalität — Rechnung, Versicherung, Nachweis
In deinem hausfeen.at-Profil kannst du das alles unterbringen — Profilbild, Biografie, Bezirke, Services, Sprachen, Gewerbebadge.
Preise erhöhen bei Stammkunden
Wenn du seit 1+ Jahr für denselben Kunden arbeitest, ist eine Erhöhung um 1–2 €/Std angemessen. So machst du es professionell:
- Kündige es 4–6 Wochen vorher an, idealerweise schriftlich (WhatsApp/E-Mail)
- Begründe: „Die allgemeinen Kosten sind gestiegen (SVS, Material)"
- Zeige den Marktwert: „Neue Aufträge bekommen in Wien aktuell X €/Std"
- Biete Kontinuität: „Ich möchte gerne weiterhin bei euch arbeiten"
90 % der guten Kunden akzeptieren das problemlos. Wer ablehnt und abwandert, hat dich vielleicht unterbezahlt.
Typische Fehler beim Preissetzen
- Zu niedriger Einstiegspreis aus Angst, keine Aufträge zu bekommen: Du positionierst dich als Billig-Anbieterin, schwer nach oben zu korrigieren
- Keine Anfahrtszeit einrechnen: Wenn du 20 Min hin- und 20 Min zurückfährst, ist das Arbeitszeit — wer zahlt?
- Material nicht einrechnen: Wer eigene Produkte mitbringt, verlangt 2–4 €/Std mehr
- Urlaub nicht berücksichtigen: 4 Wochen ohne Einnahmen müssen irgendwo untergebracht sein
- SVS & Steuern vergessen: Wer 22 €/Std nimmt und nichts rücklegt, steht im April mit 3.000 € SVS-Nachforderung da
Positionierung: wofür bist DU da?
Der Markt ist breit. Find deine Nische:
- Premium-Haushalte: Gehobene Wohngegenden, 25–30 €/Std, weniger Aufträge aber höherwertig
- Airbnb-Spezialistin: Fixpreise pro Wechsel (45–90 €), schnelle Turnarounds
- Grundreinigungs-Expertin: Saisonale Spitzen, höhere Stundensätze (25–35 €)
- Regelmäßige Haushalts-Hilfe: Fixpreise mit Stammkunden, gemütlich
- Umzugsreinigung: Pauschalen, Spezialist für Endreinigung
Häufige Fragen
Wie viel verdiene ich bei 20 €/Stunde netto?
Wann kann ich meinen Stundenlohn erhöhen?
Ist 15 €/Stunde zu wenig?
Muss ich Anfahrtszeit berechnen?
Wie reagiere ich, wenn Kunden den Preis drücken wollen?
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